Freitag, 28. Oktober 2011

Donnerstag, 27. Oktober - Dancing with the whales

Nach einem entsetzlich gesunden Frühstück, wir mussten ja Buße für die Eggs Benedict tun, ging es nach Newport Beach. Am Hafen wartete bereits die Ocean Explorer auf uns, um mit uns auf Whale watching-Tour zu gehen. Wenige Seemeilen nach dem Hafenbecken sprangen schon die ersten Delfine um unser Boot herum. Ein paar Minuten weiter tauchte dann eine ganze Delfinschule neben uns auf. Unwillkürlich begannen wir: "Flipper, Flipper, jeder kennt ihn, den klugen Delfin" zu summen.
Neptun meinte es gut mit uns. Was wir in den kommenden 90 Minuten an Walen sahen, versetzte selbst die Schiffsbesatzung in Begeisterung. Rings um uns her kündigten steil aufschießende Fontänen das Auftauchen der Meeresriesen an. Man muss es erlebt haben wie die majestätischen Tiere aus dem Wasser hervor brechen, um gleich darauf nahezu geräuschlos im tiefen Blau des Pazifik zu verschwinden. Blau- und Finnwale wohin das Auge blickte. Höhepunkt war sicherlich ein Buckelwalweibchen mit seinem Jungtier, die keine 3 Meter neben unserem Boot auftauchten.
Der Weg zurück in den Hafen führte uns vorbei an luxuriösen Strandhäusern und schnittigen Yachten.
Nach so viel Meer gab's nur noch eins: Sushi bis zum Abwinken.
Das Leben kann so schön sein.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

26. Oktober - Audienz in Hearst Castle

Hoch über der Küste bei San Simeon steht der monströse zu Stein erstarrte Traum des Zeitungskönigs William Randolph Hearst. Hearst Castle. Das gigantische Gebäude liegt in einer Parkanlage und umfasst alles in allem 165 Räume! Entworfen wurde das Casa Grande, wie Hearst es nannte, von einer Frau. Der damals einzigen Architektin der USA: Julia Morgan. Sie hatte in Paris und Berkeley studiert. Von 1919 - 1947 war sie mit diesem gigantischen Projekt beschäftigt.
William Randolph Hurst herrschte von hier aus über 40000 Angestellte in Zeitungen, Verlagen, Nachrichtenagenturen und Radiostationen. An Bau und Kunststilen ist so ziemlich alles verbaut, was jemals als Architektur oder Dekor bezeichnet wurde. Den Eingang säumt ein spanisches Klosterportal aus dem 15. Jahrhundert. Ein Chorgestühl aus Portugal gleichen Alters umrahmt das Esszimmer und ein Kamin aus Frankreich - nicht wesentlich jünger wärmte die grosse Halle. Hier trafen sich solch illustre Gäste wie Walt Disney, Jack Warner, Charlie Chaplin, F. Scott Fitzgerald, Marlene Dietrich....
Eine Einladung hierher war heiß begehrt. Eine bessere Chance zum Networking gab es in der damaligen Zeit nicht. Den Gästen bot sich der pure Luxus, auch wenn damit so manche Verpflichtung gegenüber dem Hausherren verbunden war: Ein Besuch des Privatzoos, der sich auf dem Anwesen befand, war Pflicht. Aber es gibt schlimmeres als Bären, Löwen, Zebras und Giraffen bestaunen zu müssen. Übrigens, der Film Citizen Kane beschreibt Hearst wohl sehr treffend.
Weiter ging es in das idyllische Kleinstädtchen San Luis Obispo. Weltbekannt für seine Schulpartnerschaft mit dem Stuttgarter Ebelu, Carstens Alma mater. Auch hier gibt es eine spanische Mission zu besichtigen, wie an vielen Orten an der kalifornischen Küste.
Weiter ging es am Pazifik entlang zurück nach Irvine. Nach den ruhigen Tagen in Big Sur traf uns die Rush Hour in Los Angeles mit voller Wucht. Wir werden vieles, sehr vieles in Deutschland vermissen, den Feierabendverkehr in amerikanischen Großstädten gewiss nicht.

Dienstag, 25. Oktober 2011

25. Oktober - Big Sur

Von Monterey ging es in südlicher Richtung dem spektakulärsten Abschnitt des Highway No. 1 entgegen: Big Sur. Unser erster Stop war Point Lobos. Entlang eines schmalen Küstenpfades ging es zu einer Seelöwenkolonie. Die munteren Kerlchen auf ihren Felsen zu beobachten, war ein Mordsspaß. Weiter ging es nach zum Andrew Molrea State Park. Eigentlich wollten wir nur die eine Meile zum Strand runter, um den großen Zeh in den Pazifik zu halten. Aber so einfach war's nicht: Zwischen uns und dem Strand war ein Bach, den wir erst einmal durchqueren mussten. Also Schuhe aus, Socken aus und die Hose hochgekrempelt! Der Blick auf ein die Fischreiher war die Mühe wert. Unsere nächste kleine Wanderung an diesem Tag machten wir im Pfeiffer Big Sur Statepark. Hier gibt es riesige Sequoia Bäume. Ähnlich ihren Artgenossen in Yosemite sind sie unglaublich gross nur viel viel dünner. Vorbei an den Pfeiffer Wasserfällen ging es steil bergauf zum Valley View Point. Hier waren wir über den Baumkronen der Sequoias. Der Blick reichte über das sonnenbeschienene Tal hinaus aufs Meer.
Eigentlich wollten wir noch die Henry Miller Library besichtigen, doch die war zu. Der letzte Park des Tages war der Julia Pfeiffer Burns State Park. Umgeben von Zedern ergießt sich ein Wasserfall direkt in den Pazifik, einmalig in Kalifornien.
Bevor wir unser Nachtlager in San Simeon erreichten, schauten wir bei der unterhalb von Hearst Castle gelegenen Seeelefantenkolonie vorbei. insgesamt 15000 dieser Tiere leben an diesem Küstenabschnitt. den Kolossen zuzuschauen ist einfach nur zum Quietschen. Oink, oink.

Montag, 24. Oktober 2011

24. Oktober - on the road again

Man sollte nicht die Beilagen des Chronicle beim Frühstück lesen, besonders dann nicht, wenn sie von Macy's sind. Und erst recht nicht, wenn darin die Eröffnung der grossen Weihnachtsausstellung angekündigt wird. Größer könnte der Kontrast kaum sein. Draußen scheint die Sonne und es ist 24 Grad warm und drinnen stehen Weihnachtsbäume und es dudelt die Weihnachtsmusik! Aber schön war es doch. Zum Abschluss gab es dann noch ein grosses Stück Käsekuchen in der Cheesecake-Factory hoch über den Dächern der Stadt. Dazu ein Smoothie- das Leben kann so schön sein. Mit der Sonne und der Golden Gate Bridge im Rücken und einer Träne im Augenwinkel verlassen wir die Stadt, die uns in kurzer Zeit so ans Herz gewachsen ist! Sicherlich ein Grund dafür war unser Zuhause in Bernal Heights. Unsere Gastgeber René und Alan waren richtige Schätze und die vielen Gespräche mit René, einem Exilkubaner, verhalfen uns zu Einblicken, die für "normale Touristen" verborgen bleiben!
Mit Kenny Rogers als Begleitmusik ging es auf dem legendären Pazifik Highway 1 die Küste runter nach Monterey. Der Blick auf die Klippen und den Ozean führten immer wieder zu Fotostops. Aber kann ein Bild diese atemberaubenden Ausblicke erfassen?

23. Oktober - San Francisco von der anderen Seite

Nach einem schnellen Frühstück ging es wieder ins Castro- Viertel. Diesmal aber in die Most Holy Redeemer Church. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Dich, lieber Johannes, für die tollen Tipps. Aber zurück zur Kirche. Was passiert wenn man einen Gottesdienst besucht, habe ich ja berichtet. Nun, diesmal war es nicht viel anders. Diese katholische Gemeinde ist sehr stark in den Bereichen Soziales und HIV engagiert. Statt des üblichen Kirchenkaffees gab es heute ein kleines Oktoberfest zu Gunsten der AIDS- Hilfe! Während Carsten noch shoppen ging, traf ich mich mit einem Bekannten aus Oakland zum Lunch. Aber das ist eine andere Geschichte, bei der ich viel über die Situation von Afroamerikanern erfahren habe. Mit der Straßenbahn rummelten wir Richtung Pier 41. Dort ging es über die Bay nach Tiburon. Links von uns lag die Golden Gate Bridge, rechts thronte auf einem Felsen Alcatraz. Tiburon ist das Keitum von San Francisco. Der Blick auf die Silhouette der Stadt ist atemberaubend. Noch nie hat ein Croque Monsieur besser geschmeckt. Auf dem Heimweg haben wir noch den Seelöwen am Pier 39 "Hallo" gesagt. Ein letztes Mal ging es ins Nachtleben der Stadt am Pazifik.

22. Oktober - der Blick aus unserem Fenster bei Nacht

22. Oktober - im Bauch von San Francisco

Mit der Metro ging es direkt zum Ferry Building. Davor findet Samstags ein grosser Bauernmarkt statt. Ein Erlebnis aus Gerüchen und Farben. Im Gebäude selbst befinden sich, ähnlich der Markthalle in Stuttgart, kleine Verkaufsstände und Bistros. Wir naschten hier, probierten dort und waren im Nu pappstatt. Früher war das Ferry Building das Tor zur Stadt und täglich schluckte es 50.000 Pendler und spuckte sie wieder aus. Seit es aber die Bay Bridge gibt über die die Pendler aus der östlichen Bucht kommen, hat das Gebäude die Funktion des " Bauches" übernommen. Von dort ging es zu Fuss hinauf zur Lombard- Street, die berühmte Kurvenstrasse der Hügelstadt. Der Nachmittag gehörte dann dem Castro- Viertel, dem Zentrum der Schwulen und Lesben. Hier gibt es neben den obligatorischen Bars, Cafés und Restaurants viele Geschäfte, Boutiquen und alles möglich andere (Benutzt Eure Phantasie)! Selbstverständlich waren wir auch in dem Laden, in dem Harvey Milk sein Fotogeschäft hatte! Und überall werden die Fassaden für Helloween geschmückt

Samstag, 22. Oktober 2011

21. Oktober - if you are going to San Francisco

Beim Frühstück entdecken wir im San Francisco Chronicle eine Anzeige vom amerikanischen Konsumtempel "Macy's". In fetten Lettern stand da " 25 % auf alles"- da gabs nur eins, nichts wie hin!
Danach führte uns unser Weg direkt ins Herz der Flower Power Bewegung, Haight Ashbury. Hier herrscht zwischen all den bunten Häusern noch ein Hauch von Woodstock. In Haight Ashbury lebte unter anderem Janis Joplin, Hunter S. Thompson und Jimi Hendrix. Die beste Pizza der Stadt soll es hier auch geben. Jedenfalls haben wir noch keine Pizza gegessen und dabei Orginalzeichnungen von Matt Groening bewundert, der hier Stammgast war. Ein paar Hundert Meter weiter hieß es dann " Kreditkarte festhalten". Wir waren bei Amoeba, dem größten unabhängigen Musicstore der USA. WAHSINN!!!
Vollbeladen ging es zum Alamon Square zu den Painted Ladies. Hübsche viktorianische Holzhäuser, die allen Bränden und Erdbeben standgehalten haben. Der letzte Aufstieg des Tages führte uns in den vierten Rang der Oper von San Francisco, wo wir einen schön inszenierten Don Giovanni sahen.

Freitag, 21. Oktober 2011

Der Blick aus unserem Fenster

Donnerstag, 20 Oktober - unser erstes Erdbeben

It's an odd thing, but anyone who disappears is said to be seen in San Francisco.

Von der Ruhe der Natur direkt hinein in die quirlige Metropole San Francisco! Wir wohnen bei Alan und René in Bernal Hights. Es ist unsere ganz private Barbary Lane:-) Von unserem Fenster aus sehen wir die Bay Bridge und haben einen fantastischen Blick auf die Stadt. Unglaublich wie steil hier die Strassen sind.
Wir haben uns erst einmal eine Wochenkarte für den Nahverkehr besorgt. Jetzt steht der Eroberung der Stadt nichts mehr im Wege. Durch die belebte Marketstreet, vorbei am Unionsquare ging es hinein nach Chinatwon - einer Welt für sich mit Kitschgeschäften ebenso wie traditionellen Lebensmittelgeschäften und chinesischen Apotheken. Um 14.40 Uhr erlebten wir dann unser erstes - leichtes- Erdbeben! Für die Einheimschen ein fast alltägliches Ereignis. Für uns doch etwas ungewohnt. Mit dem Cablecar ging es hinauf zur Grace Cathedral, dem anglikanischen Dom der Stadt! Hier erlebten wir auch einen Choral Evensong mit dem Chor der Kathedrale. Gegenüber liegt das berühmte Fermont Hotel. Vielen sicherlich bekannt aus der Soap "Hotel". Was wir aber auch nicht wußten, es war der Ort an dem die Gründungsitzung der UN statt gefunden hat. Abends ging es in die Missionstreet. Der Reiseführer warnt zwar vor dieser Gegend, aber Alan meinte, es sei ungefährlich und es gebe viele gute Restaurants. Recht hatte er. Wir landeten bei einem Thailänder. Der Besitzer begrüßte uns mit einer solchen Herzlichkeit, die selbst für hiesige Verhältnisse ungewöhnlich ist. Wir seien die ersten Touristen, die zum ihm kämen und wir wären ja mutig uns hierher zu wagen! Dabei war das Restaurant nur zwei Blocks entfernt von unserer Bleibe. Ach ja, das Essen hat unseren Mut belohnt.


Donnerstag, 20. Oktober 2011

Montag 17. - Mittwoch 19 Oktober - unsere erste Wildnis

Allein die siebenstündige Fahrt von Irvine zum Yosemite Nationalpark war beeindruckend. Die Landschaft führte uns durch endloses Weideland, vorbei an Walnuss und Obstplantagen und immer wieder leuchteten Kürbisse am Wegesrand. In Serpentinen ging es dann hinauf zum Yosemite Nationalpark. " Welcome to Yosemite Nationalpark- you will have a great time", begrüßte uns der Ranger am Eingang des Parks. Und er sollte recht behalten. Irgendwie kam ich mir vor wie in Waltons Mountain und wartete darauf, dass jede Minute John Boy um die Ecke käme. Natürlich schafft man in zwei Tagen nicht annähernd den 3082 km² großen Park zu erkunden, aber wir haben es versucht. Wir haben im Süden begonnen. Hier liegt in Wawona, dass 1860 gegründete Wawona-Hotel, wo wir stilecht logierten. Morgens wurde die amerikanische Flagge mit Hyme gehisst und abends gab es bei sanften Pianoklängen Cocktails auf der Veranda!
Wie beschreibt man nun die atemberaubende Natur, ohne ständig in Superlative zu verfallen? Wie die majestätisch wirkenden nicht enden wollenden Sequoia- Bäume? Wie die riesigen das Tal zerklüftenden Berge? Wie die donnernden Wasserfälle mit ihrem gewaltigen Rauschen? Wie das Laub in seiner rot- goldenen Farbenpracht? Und wie den Ausblick vom Sentinel Dome? Und wie das Gefühl da hoch ( 2470 m) gelaufen zu sein? Besser hat ein Sandwich nie geschmeckt! Ach, und die vielen großen und kleinen Tiere erst. Nur Bären haben wir keine gesehen. Zum Abschluss haben wir einen Ausritt ( ja Carstens erster Ausritt) durch das Yosemite Valley gemacht. Aber davon muss er berichten. Wir lesen uns aus San Francisco...

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Wieder in der Zivilisation

Nach drei Tagen in einer unbeschreiblich schönen Landschaft, dem Yosemite Nationalpark, hat uns das urbane Leben wieder; San Francisco - here we are

Sonntag, 16. Oktober 2011

Kurze Ansage

Wir beginnen nun mit unserer Rundreise. Wenn wir uns nicht taeglich hier melden, weil uns ein Computer fehlt, macht Euch keine Gedanken. Uns geht es gut - auch wenn wir nicht posten!

Sonntag 16. Oktober - unser erster amerikanischer Gottesdienst

Kaum waren wir auf den Parkplatz , der kleinen King of Glory Church
gefahren, wurden wir schon als Neulinge erkannt und von Debbie, die
Freiwillige fuer das grosse Thanks Giving Dinner suchte, herzlich
begruesst. In Windeseile hatte sich die Nachricht, dass da zwei
Deutsche sind herumgesprochen. Nach Debbie wurden wir herzlich von den
beiden Pfarren, Tom und Carole, dieser lutherischen Gemeinde
begruesst. Der Organist wurde uns auch vorgstellt und eigens ein
Gemeindemitglied gesucht, das deutsch konnte, um uns noch einmal in
unserer Muttersprache zu begruessen.

Der Gottesdienst begann und der Gospelchor der Gemeinde schmetterte
die erste Hymne. Nicht, dass wir uns schon begruesst genug gefuehlt
haetten, sagte der Pfarrer zur Begruessung:" Wir haben ja oefter
Gaeste hier gehabt, aber niemand hat einen Ozean ueberqueert, um mit
uns Gottesdienst zu feiern". Herzlicher Applaus der ganzen Gemeinde.

Der Gottesdienst als solcher aehnelte dem, was wir aus Deutschland
kennen. Kleine Unterschiede waren, die moderen Lieder, die mit
Unterstuetzung des Chors noch schoener klangen und eine extra Sequenz
fuer Kinder. Der Pfarrer streifte sich eine Leguanhandpuppe ueber und
erklaerte den Kindern die Bedeutung des Wortes "ministry".

Die Predigt von Carole war bewegend. Nahm sie doch die schrecklichen
Ereignisse ( Ihr habt es vielleicht auf Spiegel online gelesen), die
in dieser Woche hier in Seal Beach passiert sind auf.

Zum Abschied haben uns ganz viele Gemeindemitglieder angesprochen,
umarmt und uns versichert, wie schoen es gewesen waere, dass wir da
waren und den Gottesdienst mit ihnen gefeiert haetten. Das
Abschiedsgeschenk, drei CDs des Chores, wird uns immer an diesen
Sonntag in einer kleinen Kirche in Irvine erinnern.

Der Nachmittag gehoerte den kleinen Kueststaedtchen Newport und Laguna
Beach.

Samstag 15. Oktober - unsere erste Wueste

uns wurde es am Pazifik zu nass, so dass uns ein Ausflug in die Wueste angebracht erschien. Uber den Ocean Highway Nr.5 ging es die Kueste entlang, vorbei an riesigen Citrusplantagen. Wir fuhren auf dem Highwag 76 durchs Pauma Valley hinauf in die Berge. Westlich von uns eine abwechselungsreiche Vegitation, waehrend die sengende Sonne suedoestlich ganze Arbeit geleistet hatte und alles in ein oedes graubraun verwandelt hat. Wir haben den Lake Henshaw im wahrsten Sinne des Wortes "links liegen" und dann nach einer Bergkuppe sahen wir sie vor uns: unendlich weit erstreckte sich die Anza Borrego-Wueste. Heimelige 38 Grad schlugen uns entgegen, als wir das Auto verlassen haben. Vor uns nichts als Berge, Sand und Kakteen. Unser Weg fuehrte uns hinhein in ein Tal, immer darauf bedacht nicht auf eine Klapperschlange zu treten. Die Hitze machte uns, ungeuebt wie wir sind, zu schaffen. Doch jeder Schritt wurde belohnt. Waehrend wir weiter wanderten huepten die Roadrunner an uns vorbei. Ja, genau die aus Bugs Bunny und wunderten sich ueber zwei blasse Deutsche. Etwas hoeher hatten wir das Glueck auf eine Herde Big Horns zu treffen, die in den Haengen nach nahrungs suchten. Im Gegensatz zu den Big Horns hat uns das Geheul der Kojoten beeindruckt. Hier und da liessen sich sogenannte balck tailed hares und kangroo rats blicken. Zurueck ging es mit der unter gehenden Sonne Richtung Parkplatz. Die Schattenspiele der Sonne auf den hohen roetlichen Felsen war ein Naturschauspiel der Extraklasse. Zum Abschied winkte uns noch ein Stinktier! Unser Weg nach Hause fuehrte uns durch Julian, das Mekka der Apfelzuechter in Kalifornien. Koennt Ihr Euch vorstellen wie gut ein frisch gepresster Apfelsaft nach so einem Tag schmeckt, an dem man Literweise Wasser getrunken hat?

Freitag, 14. Oktober 2011

Freitag, 14. 10 - LA Downtwon

Erneut haben wir uns in die Millionenmetropole LA gewagt. Unser erstes Ziel diesmal die weltberuehmte Konzerthalle des Stararchitketen Frank Gehry!
Die Walt Disney Concert Hall zählt wegen ihrer modernen Akustik und Architektur zu den bedeutendsten Konzerthallen der Welt. Das Gebäude aus rostfreiem Stahl hat die Form eines großen Segelschiffes mit gebogenen und gewellten Umrissen. Innen dominiert helles Holz und Glas das Bild. Durch die Fenster sind u.a.das Gebaeude der Los Angeles Times, der Supreme Court und das Rathaus zu sehen. Besichtigen macht hungrig. Und wo koennte man hier besser Essen als in Grand Central Market. Stellt Euch eine riesige Markthalle vor. In der Mitte bieten Haendler alles was man Essen und Trinken kann an. Drumherum Fressstaende: Japanisch, Thailaendisch, Italienisch, Mexikanisch, Koreanisch......
Wir entschieden uns fuer Chinesisch. Fuer nur 4 $ erhieten wir eine koestliche "Badewanne" WanTan-Suppe. Lecker!!!!
So gestaerkt haben wir noch die modernen "Cathedral of Our Lady of Los Angeles besichtigt.
Der  Nachmittag gehoerte dem Walk of Fame in Hollywood. Es jagt einem schon eine Gaensehaut ueber den Ruecken, wenn man Namen liest wie Bruno Walther, Ernst Lubisch, Meryl Streep, Tom Hanks, Lily Pons, Bee Gees, Natalie Wood usw. Sofort tauchen Bilder, Dialoge und Musikstuecke im eigenen inneren Kino auf, mit denen man ganz eigene Filme verbindet.
Zum Schluss ging es durch Beverly Hills und den Rodeo-Drive ( die Shopping Szene aus Pretty Woman) zurueck nach Irivine. Stichwort Rushhour: Fuer die 80 Kilometer haben wir drei Stunden benoetigt!

Donnerstag 13. 10. - unser erster Supermarkt

Nach zwei Stadttagen haben wir beschlossen, einen faulen Tag einzulegen. In einem  noch unbekannten Land kann auch der Besuch eines Supermarktes zur Besichtigung werden. Wir waren jedenfalls voellig begeistert von "Whole Food". Ein Supermarkt in einer Groesse, wie wir ihn noch aus Frankreich kennen. Und das Angebot schier ueberwaeltigend. Eine Auswahl an Obst und Gemuese, die keine Wuensche offen laesst. Eine Fleisch-,Fisch- und Gefluegeltheke, dass einem die Augen uebergehen. Und auch die Auswahl an belgischen Bieren habe ich zumindest bei uns noch nicht gesehen. Und natuerlich ein Riesensortiement "Bio", "Kosher" und "Vegan". Auffallend auch die vielen Marken und Produkte, die einem aus Deutschland bekannt sind.  Eine weitere Besonderheit, die in die Supermaerkte integrierte Apotheken. Auch hier bleiben "keine Wuensche offen". Dinge, die bei uns nur gegen Rezept zu bekommen sind, liegen hier freiverkaeuflich in den Regalen. Besonders beliebt Produkte von Dr. Scholl.
Den Nachmittag haben wir bei 35 Grad, man muss den Lesern seines Blogs ja was bieten, haben wir wieder im Crystal Cove Nationalpark verbracht. Der Weg fuehrte uns in einen Canyon, in dem es herrlich nach Salbei und Eukalyphtus duftete. Gesehn haben wir Raubvoegel, Hasen und Eidechsen und eine Vielzahl uns unbekannter Pflanzen, Buesche und Baeume. Nach 90 Minuten in einer Gluthitze haben wir uns dann in die erfrischenden Fluten des Atlantik gestuertzt. Ein Lagerfeuer am Strand und darauf gegrillter Fisch ( nicht selbst gefangen) schlossen diesen Tag ab.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Mittwoch, 12 Oktober oder von der Muse gekuesst

Der heutige Tag, uebrigens einer der heissesten des ganzen Jahres ,stand ganz im Zeichen der Kunst. Dazu mussten wir erst einmal den Moloch Los Angels durchqueren, um vorbei am Malibu-Beach, zur Getty-Villa zu gelangen. Die Getty-Villa wurde der Villa dei Papiri nachempfunden, einem roemischen Landhaus in Herculaneum, der antiken Stadt, die im Jahre 79 nach Christus durch den Ausbruch des Vesuvs vernichtet wurde. Da der Grossteil der Villa dei Papri nicht freigelegt wurde, sind viele architektonische Details der Getty-Villa anderen Funden und Ausgrabungen nachempfunden.
Ich gebe zu, eingefleischten Antikenforschern wird es bei diesem Anblick den Magen umdrehen, aber das gesamte Ensemble gibt doch eine gute Vorstellung, wie es gewesen sein koennte. Neben der Villa und ihren praechtigen Gaerten ist hier die wohl groesste Sammlung antiker Kunst (roemisch, griechisch und etruskisch) ausgestellt.
Ueber den Sunset-Boulevard (gigantische Anwesen) ging es zum Getty Center: Dieses Museum- eigentlich muesste man von einer Museumsstadt sprechen - liegt in den Huegeln von Santa Monica und wurde von dem Architekten Richard Meier entworfen. Hammergeil!! Ein andere Ausdruck fuer diese ueberwaeltigende Architektur faellt mir nicht ein! Der Ausblick auf den Pazifik und die Stadt Los Angeles ist schlicht fantastisch. Immer neue Sichtachsen eroeffnen neue Perspektiven. Alleine in den Ausanlagen kann man spielend die Zeit vergessen und einen halben Tag verbringen, aber etwas Kunst ist ja auch noch da. In  den fuenf Pavillions des Museums kann man die Geschichte der Kunst (Zeichnungen, Gemaelde, Skulpturen und Photographie) chronologisch durchwandern. Degas, Monet, Manet, Gauguin, van Gogh, Cezanne, Canaletto, Tizian, Goya sind nur einige Kunstwerke, die man dort in einer "russischen Haengung" praesentiert bekommt. Und das alles bei freiem Eintritt. Man muss lediglich fuer den Parkplatz bezahlen.
Nach soviel Kunst brauchte es einfach ein Kontrastprogramm: Unser erster richtiger Burger - yummy!

Dienstag, 11. Oktober 2011

Dienstag 11. Oktober San Diego Calling

auf gehts mit unserem schnuckeligen Wagen nach San Diego. Carsten hat sich todesmutig in den amerikanischen Strassenverkehr gewagt, der seine ganz eigenen Regeln hat.
San Diego geht auf eine spanische Gruendung zurueck und ist heute die siebt groesste Stadt der USA. Begonnen haben wir unseren Besuch in der Old Down, in der man die Anfaenge der Stadt besichtigen kann. Das ganze ist eine Art Freilichtmuseum und ziehmlich touristisch, aber ganz nett. Weiter ging es nach down-town San Diego. Besonders schoen hier das Gaslamp-Quarier. Frueher das Rotlichtviertel der Stadt stehen heute hier viele restaurierte Ziegelgebauede aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Kneipen und Restaurants dominieren das Bild und natuerlich viele Starbucks. Auffallend die vielen Obdachlosen, die bettelend an jeder Srassenecke sitzen. Wobei wir erfahren haben, dass aufgrund der klimatischen Bedingungen Obdachlose aus den ganzen Vereinigten Staaten nach Kalifornien stroemen.
Den Nachmittag haben wir auf der anderen Seite von San Diego verbracht und den Blick auf die Skzline genossen. Auf Corondo ist am noerdlichen Ende eine grosse Marinefliegerbasis, an die sich noble Strandvillen und der Jachthafen anschliessen. Am bekannsten hier ist das direkt am Pazifikstrand gelegene Hotel del Coronado. Hier drehte Billy Wilder Szenen aus "Some like it hot".
Zum Sonnenuntergang sind wir dann nach La Jolla gefahren. Mit einem Magarita in der Hand doppelt schoen....
.....morgen mehr von uns j&c

Montag, 10. Oktober 2011

Amerika Tag1-Montag 10 Otkober

wir sind tatsaechlich da! Nach einem angenehmen Flug - so angenehm 12 Stunden in der Holzklasse eben sein koennen - sind wir gestern Abend 18.00 Uhr (Ortszeit) dann in unserem Basislager in Irvine angekommen und wurden von Filipp herzlich begruesst.
Die Einreise war entgegen der aus Deutschland immer wieder gehoerten "Horrorstories" absolut  unprobleamtisch und das Sicherheitspersonal sehr freundlich.
Jetzt liegt unser erster Tag vor uns und wir machen uns jetzt auf Irvine zu erkunden!
Unser erster Weg fuehrte uns direkt in den Crystal Cove Natinopark. Es gibt kein besseres Mittel gegen Jetlag als ein langer Strandspaziergang in der Sonne. Die Vegitation ist beeindruckend vielfaeltig und die Voegel vom  Seealder bis zum kleinen Strandlaeufer mehr als sehenswert. Am Ende stand die unvermeidliche Pazifiktaufe - eine wahre Ueberwindung bei einer Temperatur von 17 Grad :-).
Nachmittags haben wir dann Irvine erkundet. Wenn ich von Irvine spreche meine ich den Universitaets-Campus, der 1971 auf dem Reissbrett entstanden ist und eine Stadt in der Stadt begruendet. Zur Zeit leben hier alleine 30.000 Studenten aus aller Welt.
Abends kam dann die erste grosse Herausfordeung: Am John Wayne Airport wartete unser Mietwagen ; ein Broetchenpanzer ein silbergrauer Kira-Sorento. Damit ging es dann schnurrstracks in die naechste Mal. Ein GPS musste her. Jetzt sind wir fuer alle Abenteuer geruestet.
Begleitet uns weiter
j&c

Samstag, 8. Oktober 2011

Das Reisefieber steigt

so, wir sind gerüstet! Die Koffer sind gepackt, irgendwie schaffen wir es immer wie russische Großfürsten zu reisen. Auch dann, wenn wir eigentlich gewissen Gepäckbeschränkungen seitens der Fluggesellschaft unterworfen sind. Morgen früh heißt es dann Lufthansa Flight LH 450 is ready to take off.
Wir haben, schon bevor wir überhaupt da sind, eine Art innere Kapitulationserklärung vor all den Sehnswürdigkeiten und Orten unterschrieben, die wir eigentlich besuchen wollen - aber in Stress soll es ja nicht ausarten. Mit diesem Wissen, eh nicht alles schaffen zu können, was wir uns vorgenommen haben, tritt auch schon eine gewisse Entspannung ein. Vorgenommen haben wir uns Irvine, Los Angeles, das Death Valley, den Yosemite National Park, San Francisco und den Küstenabschnitt Big Sur. Jetzt gibts noch eine große Portion Pasta, um die Nerven zu beruhigen.
Ihr hört von uns J&C

Mittwoch, 5. Oktober 2011

USA-wir kommen!


Hallo, 
schön dass Ihr dabei seid !Wir haben uns vorgenommen Euch auf unserer ersten großen Reise über den großen Teich mitzunehmen und Euch an unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen. Ab Samstag findet Ihr hier/ unsere Eindrücke vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Schaut einfach mal rein.
Wir freuen uns auf unseren Urlaub und auf ein gesundes Wiedersehen mit Euch!
See you and take care :-)
J&C